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Ballondilatation

Mit der Ballondilatation (Aufweitung) wurde ein weiteres therapeutisches Verfahren zur Bekämpfung der koronaren Herzkrankheit entwickelt. Dr. Andreas Grünzig erprobte 1977 erstmals an einem Patienten in der Schweiz die Ballondilatation. Diese Untersuchung wird auch "Perkutane Transluminale Coronare Angioplastik" oder "Angioplastie" genannt.

Durchblutungsstörungen des Herzens, die vorher nur medikamentös oder operativ behandelt werden konnten, werden nun durch diese Dilatation (Aufweitung) behoben

 

Blutversorgung des Herzens


Die Herzkranzgefäße (Koronararterien) versorgen den Herzmuskel mit Blut, d.h. mit Sauerstoff und Nährstoffen. Engstellen (Stenosen), die vor allem durch Ablagerung von Blutfetten (Cholesterin) und Blutplättchen an den Gefäßwänden (Arteriosklerose) entstehen, behindern die Blutversorgung.

 


Oft, aber nicht immer, treten dann, z.B. nach körperlicher Belastung, Schmerzen sowie ein bedrohliches Druck- und Engegefühl in der Herzgegend auf (Angina pectoris).
Verschließt sich ein Herzkranzgefäß ganz, so führt dies zum Herzinfarkt. Der von der Blutversorgung abgeschnittene Teil des Herzmuskels vernarbt und kann seine Funktion nicht mehr erfüllen.

Wann muß eine Ballondilatation vorgenommen werden?

  • wenn festgestellte Einengungen der Herzkranzgefäße den Gefäßquerschnitt um mehr als 75% einengen
  • meistens betragen die behandlungsbedürftigen Verengungen 80 bis 90%
  • mit der Angioplastie ist es heute möglich fast jede Engstelle zu erreichen
  • es können auch Patienten mit mehreren Verengungen behandelt werden

Wie funktioniert die Ballondilatation?


Ein Führungskatheter wird in die Oberschenkel- oder in die Armschlagader eingeführt und unter Röntgenkontrolle bis zur Verengung vorgeschoben. Mit einem Kontrastmittel werden die Schlagadern und die Engstelle im Röntgenbild sichtbar gemacht.
Durch den Führungskatheter wird dann ein Katheter mit einem Ballon an der Spitze bis an die Engstelle gebracht.

 

Befindet sich der Ballon in der Verengung, wird er für wenige Sekunden bis etwa eine Minute unter hohem Druck entfaltet. Dadurch übt der Ballon einen Druck auf das teilweise verformbare Material innerhalb der Einengung aus


Dilatation eines Koranargefäßes mit Stentimplantation
Lässt sich allein durch die Ballondehnung keine stabile ausreichende Gefäßaufdehnung erreichen, können Gefäßstützen (Stents) das gedehnte Gefäß abstützen und offenhalten. Die Stützen bestehen aus rostfreiem Stahl in Form eines dünnwandigen röhrenförmigen Gitternetzes.