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KORONARE HERZKRANKHEIT DER FRAU

FAKTEN UND FRAGEN

Während die Zahlen der Todesfälle durch Herzinfarkt bei Männern rückläufig sind, steigen sie bei den Frauen noch an

Insgesamt sterben Frauen häufiger an Herz-Kreislauf-Erkrankungen, als an irgendeiner anderen Krankheit.

Tatsächlich sind viele Herzerkrankungen bei Frauen für Arzt oder Ärztin so schwierig beurteilbar, dass Frauen aus vielen Studien herausgenommen wurden, um überhaupt zu reproduzierbaren und signifikanten Ergebnissen zu kommen.

Sehr schwierig ist insbesondere die Beurteilung bei der Fragen nach Durchblutungsstörungen am Herzen

 Dies hat vielfältige Gründe:

Erst in den letzten Jahren beginnt die Kardiologie, sich mit den Problemen der Herzerkrankungen bei Frauen gezielt zu beschäftigen.

Vordringliche Fragen sind etwa:

 

Von den 74 000 Herzinfarkttodesfällen, die es 1990 in der Bundesrepublik Deutschland gab, waren 32 000 Frauen

Obwohl das Risiko ab dem 65. Lebensjahr ansteigt, bekommen immer mehr Frauen um die 40 Jahre einen Herzinfarkt

Frauen überleben einen Herzinfarkt seltener als Männer. Woran das liegt, ist bisher unklar

Die Symptome einer Herzerkrankung 
Unterschiede zwischen Männern und Frauen

Die Herzerkrankungen bei Frauen entwickeln sich unterschiedlich zu jener der Männer. Die Progredienz ist oft wesentlich langsamer und verläuft über Jahre. Frauen gehen auch bei heftigen Beschwerden lieber zum Hausarzt als in eine Notambulanz. Oft sind die Symptome derart uncharakteristisch und diffus, dass zuerst eine Abklärung anderer Organe( Magen, Wirbelsäule)  im Vordergrund steht,  bevor an eine Herzerkrankung gedacht wird. 

Nachstehend findet sich eine Tabelle der wichtigsten Symptome im Vergleich zwischen Frauen und Männern. Im Wesentlichen sind die Schmerzsymptome bei der Frau eher diffus, während beim Mann das Ereignis heftig und plötzlich eintritt. 

Frauen
(The ABCs)

Mann

Angina (oder Thoraxschmerz) - Frauen beschreiben das eher als eine diffuse Brustkorbenge, manchmal ausstrahlend in den linken Arm oder in den Magen. Der Schmerz wird oft als Magen- oder Wirbelsäulenschmerz fehlgedeutet.  Plötzlicher Druck, Brennen, Beklemmung über dem Sternum für einige Minuten, eher wellenartig mit Besserung und Neuauftreten der Symptome.
Breathlessness (Atemnot) meist länger anhaltend, kann nicht durchatmen, sie steht in der Nacht wegen Atemnot auf um Durchzuatmen Schmerz der vom Sternum bzw. der Brustkorbmitte in die Schultern, Nacken und in die Arme ausstrahlt.
Chronic Fatigue (Chronische Müdigkeit). Brustkorbbeschwerden mit Benommenheit, Kurzatmigkeit, Schweiþausbrüchen, Übelkeit.
Dizziness ( Benommenheit) und Blackouts. Plötzliches Auftreten von Herzjagen.
Edema - ( ÷deme) der unteren Extremitäten   
Fluttering ( Extrasystolen)   
Gastric Upset ( Magenbeschwerden)  

 

Zur Lage der Frauen:

  • Jede zweite Frau (45 %) stirbt an der Koronaren Herzkrankheit mit all ihren Folgen, aber nur jede 25ste an Krebs.  
  • Bei Frauen bleibt der Herzinfarkt oft unentdeckt (Ärzte tippen auf Magenverstimmung oder Gallenkolik - halten Frauen durch Hormonschutz für weniger infarktgefährdet) 
  • Frauen sterben am ersten Herzinfarkt doppelt so häufig wie Männer. 
  • Herzschmerzen bei Frauen sind häufig atypisch, z. B. tritt bei Anstrengung oft Atemnot statt Brustenge auf. 
  • Der Prozentsatz der rauchenden Frauen nimmt weniger schnell ab, als der der Männern. (bei den Jugendlichen rauchen sogar mehr Mädchen als Jungen. 
  • Einen erhöhten Blutdruck hat mehr als die Hälfte der über 45jährigen Frauen. 
  • 40 % der Frauen über 55 Jahren haben einen erhöhten Cholesterinspiegel. 
  • Die Adipositas (Fettsucht) ist bei Frauen mehr auf dem Vormarsch als bei Männern.