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Das Herz und Funktionsstörungen des Herzens

Das Herz ist ein faustgroßer Hohlmuskel, der aus vier Kammern besteht. Die beiden Vorhofkammern  bilden die obere Herzhälfte, die beiden Herzkammern (Ventrikel) die untere Herzhälfte.

Das Herz ist ferner durch eine Wand (Septum) in eine rechte und eine linke Seite unterteilt. Indem der Herzmuskel sich in regelmäßiger Folge anspannt und zusammenzieht, pumpt er Blut durch den Körper. Auf diese Weise wird eine ausreichende Versorgung der verschiedenen Gewebe und Organe mit Sauerstoff und Nährstoffen sichergestellt. Um das Blut zu sammeln und in die Kreisläufe zu pumpen, muß das Herz durch sehr kleine körpereigene elektrische Impulse, die von der oberen bis zur unteren Kammer leiten, erregt werden.

In einem gesunden Herz erzeugt der Sinusknoten diese kleinen elektrischen Impulse. Deshalb wird er auch als natürlicher Schrittmacher des Herzens bezeichnet.

 

Der Sinusknoten veranlaßt die Kontraktion der Herzkammern und sorgt dadurch für einen regeLmäßigen, rhythmischen Herzschlag. Jeder Impuls löst - ausgehend vom Sinusknoten - zunächst in den Vorhöfen eine Kontraktion aus, durch die das Blut von dort in die Herzkammern gepumpt wird. Danach wird der elektrische Impuls über das Reizleitungssystem des Herzens in die Kammern weitergeleitet, die sich daraufhin zu sammenziehen und das Blut in den Kreislauf pumpen.

Ein gesundes Herz schlägt zwischen 60 und 80 mal pro Minute, was ungefähr 100.000 Herzschlägen pro Tag entspricht. Bei körperlicher Betätigung oder emotionalem Streß hat der Körper einen höheren Bedarf an Sauerstoff. Um sich auf diese veränderten Bedingungen einzustellen, kann sich der Herzschlag auf mehr als 100 Schläge pro Minute erhöhen.

 Funktionsstörungen des Herzens können auf verschiedene Ursachen zurückgeführt werden. Beispielsweise können Herzkrankheiten oder der Prozeß des Alterns den natürlichen Herzrhythmus stören.

Sehr verbreitet sind Störungen im Reizleitungssystem bis hin zu einer vollstandigen Blockade dieses Systems. Als Folge dieser krankhaften Erscheinungen kann es zu einem unregelmcißigen oder zu langsamen Herzschlag kommen. In diesem Fall wird der Körper besonders unter korperlicher Belastung - mit zu wenig Sauerstoff versorgt wodurch Schwindelgefühl Müdigkeit oder Schwächeanfalle entstehen können.

Der medizinische Fachbegriff für diese Arten von Rhythmusstörungen lautet Bradykardie.

Zwei häufig auftretende bradykarde Rhythmusstörungen sind das Sinusknotensyndrom und der AV-Block. Beim Sinusknotensyndrom ist der Sinusknoten funktionsgestört; elektrische Impulse werden unregelmäßig oder zu langsam erzeugt. Deshalb ist das Herz besonders bei Belastungen nicht mehr in der Lage, die Herz frequenz an die gestiegenen Anforderungen anzupassen. Im Falle eines AV-Blocks ist die Überleitung der elektrischen Signale des Sinusknotens im Vorhof über den AV-Knoten auf die Herzkammer teilweise oder komplett gestört. Ist die Überleitung zwischen Vorhof und Kammer vollständig unterbrochen, handelt es sich um einen totalen AV-Block. Als Reaktion darauf erzeugen in der Regel weitere elektrische Zentren im Herzen einen sehr langsamen Hilfsrhythmus, um zumindest die lebenserhaltenden Funktionen sicherzustellen.

In diesen Situationen sowie in anderen selteneren Fällen kann die Herzfunktion durch einen künstlichen Herzschrittmacher sinnvoll unterstützt bzw. ergänzt werden.

Der Herzschrittmacher

Die heutigen Schrittmacher können an jede spezielle Funktionsstörung des Herzens individuell angepaßt werden. Unter dem Begriff Herzschrittmacher ist eigentlich ein Schrittmachersystem zu verstehen, das aus dem Herzschrittmacher und den mit ihm verbundenen Elektroden besteht. Der Herzschrittmacher selbst ist ein Gerät, mit dem elektrische Impulse erzeugt werden; es besteht aus einem minituarisierten elektronischen Schaltkreis und einer Kompaktbatterie. Heutzutage werden Herzschrittmacher nur aktiv, wenn beim Patienten kein eigener Herzrhythmus vorliegt.

Um dies zu gewährleisten, muß das System herzeigene Aktivitäten erkennen können. Erst, wenn der Schritt macher keinen herzeigenen Rhythmus erkennt, sendet er einen elektrischen Impuls. Daraufhin zieht sich der Herzmuskel zusammen. Die Verbindung zwischen Herzschrittmacher und Herz wird durch eine bzw. zwei Elektroden hergestellt. Eine Elektrode ist ein sehr dünner- elektrisch isolierter- Draht, der im rechten Vorhof oder in der rechten Kammer verankert wird. Durch den Draht wird der elektrische Impuls zum Herzen übertragen. Neben dieser Funktion hat die Elektrode die zusätzliche Aufgabe, Herzaktivität fest zustellen und diese Information an den Herzschrittmacher zu leiten.

 

Abhängig von den therapeutischen Anforderungen können Ein-oder Zweikammerschrittmacher implantiert werden. Die Begriffe beziehen sich auf die Eigenschaft des Herzschrittmachers, in einer oder beiden Kammern zu stimulieren und herzeigene Aktivitäten wahrzunehmen. Bei einem Zweikammersystem wird gewöhnlich eine Elektrode im Vorhof und eine weitere in der Kammer gelegt. Somit können Signale aus beiden Kammern erkannt und eine oder beide Kammern können stimuliert werden, um eine optimale Kontraktion des Herzmuskels sicherzustellen. Dies wird häufig als die Synchronisation beider Kammern bezeichnet.

Viele Schrittmacher können ihre Frequenz, mit der sie elektrische Impulse senden, automatisch an sich ver ändernde Lebensvorgänge des Organismus anpassen. Solche sogenannten frequenzadaptiven Funktionen des Herzschrittmachers sind möglich aufgrund eines besonderen Sensors im Herzschrittmacher, der auf ver änderte physikalische Umstände im Körper reagiert. Veränderte physiologische Bedürfnisse, die beispiels weise beim Laufen, Schwimmen oder bei der Gartenarbeit entstehen, werden von dem Herzschrittmacher mit einer ansteigenden Herzfrequenz ausgeglichen.

Die jüngste Generation von Schrittmachern ist sogar in der Lage, auf Änderungen des Gemütszu standes zu reagieren. Beim Sehen eines sehr spannenden Films oder beim pLötzlichen Eintreten eines Ereig nisses kann sich der Herzschlag beschleunigen und der Blutdruck steigt. Die CLOSED LOOP Stimulation - ein spezielles Merkmal mancher Schrittmacher - erlaubt die Anpassung der Stimulationsfrequenz an beides, sowohl an körperliche Aktivität als auch an emotionale Belastungen.  Aufgrund intensiver Forschung stehen diese Schrittmacher für die neueste technologische EntwickLung; sie sind sehr klein, sicher und leicht. Ihr Arzt wird Ihnen erklären, welcher Schrittmacher für Sie der geeignete ist.

Die Implantation

Die Dauer der Implantation beträgt meistens weniger als eine Stunde. In der Regel wird eine Stelle unterhalb des Schlüsselbeins lokal betäubt und ein kleiner Hautschnitt vorgenommen. Die Elektrode des Herzschritt machers wird dann vorsichtig durch eine Vene in das Herz vorgeschoben. Da Blutgefäße nicht schmerz empfindlich sind, wird für diese Prozedur keine zusätzliche Betäubung benötigt. Der Arzt überwacht die rich tige Positionierung der Elektrode im Herzen über einen Röntgenbildschirm. Nachdem die Funktion der Elektro de getestet wurde, wird sie an den Schrittmacher angeschlossen. Der Herzschrittmacher selber wird unter der Haut - in einer kleinen "Tasche", die sich unterhalb des Schlüsselbeins befindet - implantiert. Abschließend vernäht der Arzt diese Schnittstelle mit einigen Stichen.

Die Zeit nach der Implantation

Kurze Zeit nach dem Eingriff haben Sie sich normaler weise erholt. Unter Umständen können geringe Wund schmerzen an der Implantationsstelle spürbar werden. Dieses Beschwerden klingen in der Regel schnell ab und schon bald werden Sie ihren Herzschrittmacher kaum noch spüren.

 

Bitte konsultieren Sie auf jeden Fall Ihren behandelnden Arzt, wenn:

  1. die Wunde an der Implantationsstelle rot oder heiß wird, anschwillt oder Wundflüssigkeit austritt;
  2. Sie Fieber bekommen, Schwindelgefühl verspüren, Brustschmerzen oder andauernde Müdigkeit und Schwäche bemerken.

 

Zudem sollten Sie in den ersten Tagen nach dem Eingriff weit ausladende Bewegungen mit der Schulter vermeiden, auf deren Seite der Herzschrittmacher implantiert wurde.

Schon bald nach der Implantation werden Sie zu Ihrer ersten Nachsorgeuntersuchung zu Ihrem Arzt gehen. An diesem Termin werden Ihre Herzaktivität und die Schrittmacherfunktionen überprüft.

Je nach Erfordernis wird das Programm des Schrittmachers an Ihre individuellen Bedürfnisse angepaßt. Hierzu ist kein zusätzLicher chirurgischer Eingriff not wendig, da IhrArzt ein externes Gerät zum Program mieren verwendet. In den meisten Fallen werden Sie nicht spüren, daß neu programmiert wurde. Zukünftig wird Ihr Arzt Sie in regelmäßigen Abständen zur Nachsorge bestellen - im Regelfall alle sechs Monate. Bei diesen Untersuchungen überpruft der Arzt die Funktionsweise Ihres Schrittmachers, den Zustand der Batterie sowie die Erregungsschwelle Ihres Herzens.

Leben mit einem Herzschrittmacher

Nach dem Eingriff können Sie langsam zu Ihren täglichen Routinetätigkeiten zurückkehren.

Bitte beachten Sie folgende Richtlinien:

  1. Sollten Sie zusätzlich zu Ihrem Herzschrittmacher Medikamente benötigen, so nehmen Sie diese in der vom Arzt verordneten Weise ein.
  2. Besuchen Sie stets die Nachsorgeuntersuchungen.
  3. Tragen Sie Ihren Schrittmacherausweis stets bei sich - auf Reisen oder in Ihrem gewohnten UmfeLd.
  4. Nehmen Sie Kontakt zu Ihrem Arzt auf, wenn sie Auffälligkeiten in Zusammenhang mit dem Herz schrittmacher verspüren.

Rückkehr zu einem alltäglichen Leben

Auch als Herzschrittmacher-Patient sind Sie in der Lage, ein ausgefülltes Leben zu führen. Sie können Ihren normalen Tätigkeiten nachgehen, Garten-und Hausarbeit erledigen oder Auto fahren. Auch Duschen, Baden, Schwimmen sind möglich.

Nach Rücksprache mit ihrem Arzt können Sie in den meisten Fällen Ihren gewohnten Beruf ausüben sowie Ihre gewohnten Hobbys, sportlichen oder sexuellen Aktivitäten ohne Probleme wieder aufnehmen.

Sollten Sie unsicher sein oder Beschwerden verspüren, informieren Sie bitte Ihren Arzt.

Elektrische Geräte

BlOTRONlK-Herzschrittmacher sind weitestgehend gegen den Einfluß von elektrischen Geräten und den von ihnen ausgehenden Strahlungen geschützt. Sollten Sie dennoch in der Nahe von elektrischen Geräten Symp tome wie erhöhten Herzschlag, unregelmäßigen Puls oder Schwindel verspüren, entfernen Sie sich sofort von diesem Gerät und/oder schalten es aus. Im Zweifelsfall informieren Sie Ihren Arzt über dieses Vorkommnis.

 

Folgende Geräte können Sie bedenkenlos benutzen:

  1. Fernseher, Radios, Stereoanlagen oder ähnliche audiovisuelle Anlagen.
  2. Haartrockner, Fön, Elektrorasierer oder andere elektrische Geräte im Badezimmer.
  3. Waschmaschinen, Staubsauger, Mikrowelle, Geschirrspüler und ähnliche Haushaltsgeräte.
  4. Computer, Telefax, Kopierer, Drucker...
  5. Alle Küchenmaschinen.

 

Sie können ohne Bedenken telefonieren. Bezüglich des Gebrauchs eines Mobiltelefons (Handy) sollten Sie Ihren Arzt konsultieren. Um möglichen Störungen vorzubeugen, sollten Sie das Mobiltelefon stets auf der Seite halten, die dem implantierten Herzschrittmacher gegenüberliegt. Sie sollten es auch nach Gebrauch nicht in der Nähe des Herzschrittmachers aufbewahren und stets abschalten. Achtung: Überprüfen Sie stets, ob Ihre Geräte sich in einwandfreiem Zustand befinden und lassen Sie diese nur von einem Fachmann warten. Halten Sie Handgeräte möglichst nicht direkt über dem Herzschrittmacher.

Es ist sehr wichtig, daß Sie Rücksprache mit Ihrem Arzt halten, wenn Sie die folgenden Geräte/Anlagen benutzen oder sich in ihrem Einflulßbereich befinden:

  1. Arbeit mit Maschinen, die starke Vibrationen er zeugen (Bohrmaschinen etc.)
  2. Feuerwaffen
  3. Elektrische Geräte mit starken elektrischen Feldern, Hochspannungsleitungen, Sendeanlagen für Radio, Fernseher und Radar sowie elektrische nicht abgeschirmte Zündsysteme
  4. Elektroschweißgeräte

Reisen

Im allgemeinen sind Reisen - ob mit dem Flugzeug, Schiff, Zug oder Auto - für Herzschrittmacher-Patienten kein Problem.

Im Falle einer bevorstehenden Reise konsultieren Sie bitte Ihren Arzt, der Sie über Kliniken an Ihrem Aufent haltsort informieren wird.

Sollten Sie mit dem Flugzeug reisen, informieren Sie am Flughafen das Sicherheits- oder Bodenpersonal und zei gen Sie gegebenenfalls Ihren Schrittmacherausweis. Man wird sie genau über die Verhaltensmaßnahmen bei der Sicherheitskontrolle informieren.

Reisen mit dem Auto sind unkompliziert. Zu Ihrer eigenen Sicherheit sollten Sie stets einen Sicherheitsgurt tragen - der Herzschrittmacher wird dadurch nicht beschädigt.

Der Arztbesuch

Vor jeder Untersuchung informieren Sie bitte den Arzt, Zahnarzt oder das Praxis- bzw. Krankenhauspersonal darüber, daß Sie Herzschrittmacher-Patient sind.

Folgende Untersuchungsmethoden sind für Sie unbedenklich:

  1. Röntgenuntersuchungen
  2. Ultraschalluntersuchungen und Mammographien
  3. Übliche Zahnbehandlungen - beispielsweise Bohren

 

Achtung: Bei speziellen Untersuchungsverfahren und -therapien, wie beispielsweise Lithotripsie, transku taner elektrischer Nervenstimulation, Kernspintomo graphie oder Elektrokauterisierung sollte zuvor eine Risiko-Nutzen-Abwägung stattfinden. Falls dennoch erforderlich hat das klinische Personal geeignete Vor kehrungen zu treffen.

Antworten auf häufig gestellte Fragen

Kann ich die Sicherheitskontrollen im Flughafen oder Diebstahlsicherungsanlagen in Warenhäusern mit meinem Herzschrittmacher passieren? Ja, denn BlOTRONlK-Herzschrittmacher sind gegen äußere Einflüsse abgeschirmt. Bleiben Sie nicht innerhalb dieser Anlagen stehen, sondern passieren Sie diese zügig. (Für weitere Informationen fragen Sie bitte Ihren Arzt). Sie sollten gegebenenfalls darauf hinweisen, daß Sie einen Schrittmacher tragen, da das Metallgehäuse des Schrittmachers Alarm auslösen könnte.


 

Werde ich den Betrieb des Herzschrittmachers wahr nehmen? Nein. Der Herzschrittmacher produziert nur einen schwachen elektrischen Strom, der ausschließlich auf das Herz einwirkt. Sollten Sie jedoch irgendwelche Auffälligkeiten beobachten (z.B. einen anhaltenden Schluckauf), informieren Sie bitte Ihren Arzt.


 

Wie lange hält die Batterie des Herzschrittmachers? Die Lebensdauer der Batterie ist abhängig vom Schritt machertyp, dem Krankheitsbild und der Stimulationshäufigkeit. Im allgemeinen arbeiten Herzschrittmacher mehrere Jahre. Bitte fragen Sie Ihren Arzt bezüglich Ihres Schrittmacher-Typs.


 

Wird der Herzschrittmacher den Patienten auch noch ausreichend versorgen, wenn die Batterie schwächer wird? Ja. Zudem überprüft der Arzt während der regel mäßigen Nachsorgeuntersuchungen jedesmal den Zustand der Batterie. Sollte diese schwächer werden, so wird Ihr Schrittmacher rechtzeitig durch einen neuen ersetzt werden.


 

Was passiert, wenn mein Herzschrittmacher ersetzt wird? Der Herzschrittmacher wird in einem kleinen chirurgischen Eingriff entfernt, wobei funktionsfähige Elektroden im Herzen belassen werden und ein neuer Herzschrittmacher angeschlossen wird. Normaler weise ist nur ein kurzer Krankenhausaufenthalt notwendig.


 

Mulß der Herzschrittmacher nach der Implantation neu programmiert werden? Möglicherweise. Dies ist abhängig von dem jeweiligen Krankheitsbild oder/und den Bedürfnissen des Patienten. Auch zu jedem späteren Zeitpunkt können Korrekturen vorgenommen werden.


 

Kann der Herzschrittmacher einen Menschen künstlich am Leben erhalten? Ein Herz funktioniert nur, wenn es ausreichend mit Blut und Energie versorgt wird. Im Todesfall haben die kleinen elektrischen Impulse, die der Schrittmacher an das Herz sendet, keinen Einfluß mehr auf das Herz. Dem zufolge ist eine künstliche Lebensverlängerung nicht möglich.


 

Kann ich ein Mobiltelefon benutzen? Ja. Sie können ein Mobiltelefon benutzen, aber einige Vorsichtsmaßnahmen sind zu beachten: Besprechen Sie Ihre individuelle Situation mit Ihrem Arzt. Tragen Sie Ihr Mobiltelefon nicht in der Nähe des Herzschrittmachers, beispielsweise in einer sich darüber befindenden Hemdtasche. Telefonieren Sie auf der dem Herzschrittmacher gegenüberliegenden Seite.


 

Wie oft mulß ich zur Nachsorgeuntersuchung? Ihr Arzt wird Sie über den nächsten Termin zur Nachsorge informieren. Im allgemeinen finden die Untersuchungen alle sechs Monate statt. Halten Sie diese Termine stets ein.


 

Kann ich elektrische Geräte wie Mikrowelle Haartrockner Heizdecken oder Massagegeräte benutzen? Fehlerfrei arbeitende Haushaltsgeräte können Sie ohne Vorbehalt benutzen. Ihr Herzschrittmacher wird dadurch nicht beeinflußt. Anfallende Reparaturen sollten stets von einem kompetenten Experten durchge führt werden damit ein einwandfreier Betrieb garantiert werden kann.


 

Kann der Herzschrittmacher allergische Reaktionen auslösen? Normalerweise nicht. Von BIOTRONIK werden nur solche Materialien benutzt die sehr gut vom menschlichen Körper vertragen werden. Dazu zählen beispielsweise Titan und - hinsichtlich Ihrer medizinischen Verträglichkeit - geprüfte Kunststoffe.


 

Medizinische Fachausdrücke

Arrhythmie: Abnormer oder unregelmaßiger Rhyth mus des Herzschlags.

Asystolie: Herzstillstand, Fehlen des Herzschlags.

Atrium: Vorhof des Herzens, also die beiden oberen Kammern des Herzens. Man unterscheidet ein linkes und ein rechtes Atrium.

Block oder Herzblock: Permanente oder temporaire Störung der elektrischen Überleitung von Impulsen im Herzen.

Bradykardie: Ein zu Langsamer Herzrhythmus, in der Regel unterhalb von 60 Schlägen pro Minute.

Elektrode: Isoliertes Kabel mit Elektroden, das den Schrittmacher mit dem Herzen verbindet und elektri sche Impulse zum Herzen Leitet.

Elektrokardiogramm (EKG): Graphische Darstellung der elektrischen Aktionen des Herzens während eines Herzschlags.

Endokardiale Elektrode: Eine Elektrode, die an der Innenhaut der Herzmuskels (Endokard) plaziert wird.

Epikardiale Elektrode: Eine Elektrode, die an der Außenhaut des Herzmuskels (Epikard) plaziert wird.

Fibrillation: Schnelle, unkoordinierte Kontraktion des Herzmuskels.

Frequenzadaptiver Schrittmacher: Herzschrittmacher, der die Stimulationsfrequenz an die körperliche Belastung anpassen kann.

Koronararterien: Arterien, die das Herz mit Blut versorgen.

Programmiergerät: Ein kleiner Computer, der zur externen Kommunikation mit dem Herzschrittmacher dient. Hiermit wird die Aktivität des Herzschrittmachers überprüft, das Herzschrittmacherprogramm auf individuelle Bedürfnisse eingestellt und das EKG ohne zusätzliche Geräte aufgezeichnet.

Puls: Die rhythmische Ausdehnung der Arterie auf Grund der Pumpwirkung des Herzens.

Sinusknoten: Natürlicher Taktgeber des Herzens. Er befindet sich an der Einmündung der oberen Hohlvene in den rechten Vorhof und produziert die körpereigenen elektrischen Signale, die das Herz durchströmen und es regelmäßig schlagen lassen.

Systole: Die Kontraktion der Herzkammern. Das Blut wird von der linken Herzkammer in den Körperkreislauf und von der rechten Herzkammer in die Lunge gepumpt.

Tachykardie: Zu schneller Herzrhythmus, in der Regel über 100 Schläge pro Minute.

Ventrikel: Die unteren Herzkammern. Wenn sich diese zusammenziehen oder schlagen, wird das Blut in den Körper bzw. in die einzelnen Organe gepumpt.

Zweikammerschrittmacher: Ein Schrittmacher mit je einer Elektrode im Atrium und einer im Ventrikel. Solche Schrittmacher erlauben die Koordination der atrialen und ventrikulären Impulse ähnlich wie bei einem gesunden Herz.