ZURÜCK

STRESSECHOCARDIOGRAPHIE

 

Obwohl man bereits 1979 zeigen konnte, daß die zweidimensionale Echokardiographie verbunden mit Belastung eine gute Screening-Methode für die koronare Herzkrankheit darstellt  hat sich diese Methode erst in den letzten Jahren in der klinischen Routinediagnostik etabliert

 

Man kann mittels Echocardiographie die Herzkranzgefäße nicht direkt darstellen. Dafür ist die Auflösung des Ultraschalls zu grob und die Adern zu klein. Man kann aber indirekt vermuten, daß, wenn ein Herzmuskelabschnitt unter Belastung schwächer pumpt, auch die Versorgung, sprich das Herzkranzgefäß für diese Region schlechter ist.

Sinn der Stressechocardiographie ist es herauszufinden, ob unter Belastung ein oder mehrere Herzmuskelabschnitte an Pumpleistung einbüßen. In diesem Falle bestünde der dringende Verdacht auf eine Herzerkrankung. Meistens handelt es sich bei diesen Erkrankungen dann um ischämische Erkrankungen, kurz die koronare Herzkrankheit, die durch verengte oder verschlossene Herzkranzgefäße gekennzeichnet ist und zum Herzinfarkt führt.

 Falls sich Hinweise auf Durchblutungsstörungen des Herzmuskels ergeben sollten, ist eventuell eine Herzkatheteruntersuchung notwendig.

 

Die praktische Durchführung dieser Untersuchung läuft etwa wie folgt ab: der Pat. wird auf dem Fahrradergometer belastet und es werden vor Belastung in Ruhe  , etwa in der Mitte , gegen Ende und nach Belastung  sowie nach Belastung  kurze Sequenzen von Ultraschallbildern auf elektronischem Wege aufgezeichnet, in jeweils 4 Ebenen.

 Später können diese synchron auf einem viergeteilten Monitor gleichzeitig abgespielt werden. So ist ein direkter Vergleich zwischen den einzelnen Herzmuskelabschnitten zu verschiedenen Zeitpunkten möglich.

Es gibt auch die Möglichkeit, die Stressechocardiographie mittels einer Infusion von Herzkreislauf-Präparaten durchzuführen, die dann zu einer Blutdruck- und Pulssteigerung führen (z.B. Dobutamin oder Arbutamin oder auch Dipyridamol oder Adenosin). Dies kann man machen, wenn der Patient z.B. nicht belastbar ist.

INDIKATIONEN SIND:


Patienten mit vorhergehendem nichtdiagnostischen Belastungstesten

Patienten mit einer hohen Wahrscheinlichkeit eines falsch-positiven Belastungs-EKG

(z. B. Frauen, digitalisierte Patienten)

Patienten mit Erregungsausbreitungs- oder Repolarisationsstörungen, die die Auswertung des EKG erschweren

Patienten mit einer hohen Vor-Test-Wahrscheinlichkeit einer koronaren Herzkrankheit, bei denen die Lokalisation und/oder Ausdehnung der Erkrankung festgestellt werden soll

Bestimmung der physiologischen Bedeutung einer koronaren Läsion bei Patienten, bei denen eine Intervention an den Koronarien durchgeführt werden soll bzw. als Erfolgskontrolle

Prognostische Informationen nach Myokardinfarkt

Präoperative Risikoabschätzung