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Cholesterin ist ein fettähnlicher Stoff, der nur in tierischen Lebensmitteln vorkommt.

Die durchschnittliche tägliche Cholesterin-Zufuhr beträgt in Deutschland 500 - 750 mg pro Person. Dies ist etwa das Doppelte des tatsächlichen Bedarfes. Die Regulation des Blutspiegels hängt von der Eigenproduktion und der Aufnahme über die Nahrung ab.Cholesterin ist eine Grundsubstanz des Körpers. Cholesterin wird sowohl durch die Nahrung zugeführt, als auch vom Körper selbst in der Leber hergestellt. Es ist ein lebenswichtiger fettähnlicher Stoff, den der Körper benötigt, um eine Vielzahl lebenswichtiger Stoffwechselabläufe zu gewährleisten.

Ist von Cholesterin die Rede, so ist meistens das Gesamt-Cholesterin gemeint.
Das Gesamt-Cholesterin wird in mehreren Fett-Eiweiß-Molekülgruppen (den Lipoproteinen) durch die Blutbahn transportiert.
Bekannt sind vor allem das LDL (low density lipoprotein), das leichte Lipoprotein mit hohem Cholesterinanteil und das HDL (high density lipoprotein), das schwerere Lipoprotein mit niedrigem Cholesterinanteil.

Blut besteht zum größten Teil aus Wasser - Cholesterin dagegen ist fettlöslich, würde also auf dem Wasser schwimmen.
Um trotzdem mit dem Blut überall in den Körper zu gelangen, braucht das Cholesterin Trägersubstanzen wie HDL und LDL, die das Cholesterin im Blut transportieren.

Das LDL ist dabei für den Transport von Cholesterin bis zu den einzelnen Organen und Geweben zuständig. Dort wird das Cholesterin verarbeitet.
Das nicht benötigte Cholesterin wird vom HDL abtransportiert oder setzt sich als überflüssiges Fett an den Gefäßwänden ab, wie Fett an Topfwänden.

In den vergangenen 30 bis 40 Jahren wurde die Bedeutung der mit der koronaren Herzkrankheit verbundenen Risikofaktoren in großen Bevölkerungsstudien intensiv untersucht und eindeutig belegt.

Auf der Basis dieser Untersuchungen hat die Frage nach einer erfolgreichen Prävention der Herzkranzgefäßerkrankung und der Arteriosklerose der Gefäße breiten Raum in der wissenschaftlichen Diskussion gefunden und zu einer Reihe von Studien und Therapierichtlinien geführt.


Seit 1970 haben Experten versucht, Empfehlungen zu formulieren, die dem behandelnden Arzt bei der Auswahl der verschiedenen Maßnahmen helfen sollen.


Die aktuellen Richtlinien - sowohl in Europa als auch in den USA - empfehlen primär für eine KHK-Risiko-Reduktion eine Änderung der Lebensgewohnheiten und geeignete Kontrolle von Blutdruck und Blutfetten.